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Diabetes betrifft alle, die nicht rechtzeitig vorbeugen. Die Volkskrankheit breitet sich rasant in der ganzen Welt aus, dabei ist effektive Prävention ziemlich simpel.
Der diesjährige Weltdiabetestag am 14. November richtet seinen Fokus auf besondere Patientengruppen. Das sind zum Beispiel Menschen mit Behinderungen, wirtschaftlich Benachteiligte, ethnische Minderheiten und alte Menschen. Das Bewusstsein für die ihnen zur Verfügung stehenden Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten soll gestärkt werden. Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland haben heute Diabetes mellitus. Das sind zehnmal so viele wie in den 50er Jahren. Dieser Trend lässt sich nur durch verstärkte Prävention bremsen.
Übergewicht begünstigt Erkrankung
Diabetes ist zu über 90 Prozent Typ-2-Diabetes. Übergewicht ist dafür der größte treibende Faktor wie auch eine im Sommer 2006 erschienene Studie des Deutsches Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam bestätigte. Schon eine Gewichtszunahme um drei bis vier Kilogramm verdoppelt das Diabetes-Risiko. Dabei spielt auch die Fettverteilung am Körper eine Rolle. Sitzt der Speck am Bauch, nehmen die Blutzuckerwerte langfristig zu. Die Fettzellen produzieren außerdem bestimmte Entzündungsstoffe und das begünstigt Gefäßschäden.
Diabetes-Risiko richtig einschätzen
Ganz ohne Blutzuckertest kann jeder zu Hause sein Diabetes-Risiko abschätzen, denn eine einfache Methode ist die Messung des Taillenumfangs. Bei Männern sind 102 Zentimeter die kritische Grenze, bei Frauen sind es 88 Zentimeter. Liegt der BMI (Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern) zudem bei mehr als 30, dann spricht das für eine Stoffwechselstörung und damit für ein hohes Diabetes-Risiko.
Prävention ist möglich
Wer zur Risikogruppe gehört, kann durch eine Veränderung des Lebensstils noch rechtzeitig vorbeugen bevor es zum Ausbruch von Diabetes kommt. Eine finnische Diabetes-Präventionsstudie (Lancet 368, 2006, 1673) beweist das sehr eindrucksvoll. Übergewichtige Patienten mit längerfristig gestörtem Blutzuckerspiegel absolvierten ein Programm aus gesunder Ernährung und Bewegung. Dazu gehörten etwa vier Stunden Sport pro Woche, Gewichtsabnahme um fünf Prozent des Körpergewichts sowie eine Ernährung mit weniger als 30 Prozent Fett und mit mehr als 15 Gramm Ballaststoffen pro 1000 Kilokalorien. Das Ergebnis: In der Trainingsgruppe war die Rate der Neu-Diabetiker innerhalb von vier Jahren im Vergleich zur Kontrollgruppe um 58 Prozent reduziert. Nach weiteren drei Jahren hatten in der ehemaligen Trainingsgruppe 36 Prozent weniger Probanden Diabetes als in der Kontrollgruppe. Fazit: Schon mit kleinen Schritten sind hier große Erfolge möglich.
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