ist der Baustein des Lebens
Mit der richtigen Einstellung leben Sie länger!
Ein Gramm Intelligenz ist ein Pfund Bildung wert, denn wo Intelligenz ist, stellt sich die Bildung von selber ein.
Weil sie sich die Krankheit nicht eingestehen oder eine Behandlung mit Psychopharmaka scheuen, gehen depressive Menschen häufig nicht zum Arzt.
Weltweit nehmen sich jedes Jahr rund eine Million Menschen das Leben. 90 Prozent von ihnen litten an einer psychischen Störung, die meisten an einer Depression. Viel Leid könnte verhindert werden, würde diese Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Um darauf aufmerksam zu machen, findet am 10. Oktober der “Internationale Tag der seelischen Gesundheit” statt.
Depressionen werden zu selten richtig behandelt
Depressiv zu sein bedeutet nicht, dass man einfach besonders traurig ist. Vielmehr befinden sich Patienten mit dieser Gemütskrankheit in einem Zustand seelischen Vereisens. Sie empfinden dies jedoch häufig nicht als Krankheit, sondern fühlen sich als Versager und reden sich zu, sie müssten sich nur zusammenreißen, um das Tief zu überwinden. Daher finden viele nicht den Weg zum Arzt. Oder sie wenden sich mit Rücken-, Kopf- oder Zahnschmerzen, die oft körperliche Symptome ihrer Depression sind, an falsche Spezialisten, die ihre Grunderkrankung dann möglicherweise nicht erkennen. Die Hauptsymptome sind: Gedrückte Stimmung, Interessen- und Hoffnungslosigkeit, vermindertet Antrieb und Einschränkung der Aktivität. Dazu kommen oft Schuldgefühle, vermindertes Selbstwertgefühl und fehlendes sexuelles Interesse, Suizidgedanken, Appetitverlust und Schlafstörungen.
Zuwendung allein heilt die Depression noch nicht
Auch aus Angst vor Nebenwirkungen der Antidepressiva oder einer möglichen Abhängigkeit von Arzneimitteln lassen sich viele depressive Menschen nicht behandeln, obwohl Depressionen in vielen Fällen heilbar sind. Häufig glauben depressive Menschen und ihre Angehörigen, die Symptome durch Änderung der Lebensweise, Verständnis oder liebevolle Zuwendung mildern oder beseitigen zu können. Bei einer voll ausgeprägten Depression funktioniert das nicht, im Gegenteil, gutgemeinte Empfehlungen wie: “Luftveränderung” oder “Festlichkeiten” können die Symptomatik noch verschlechtern.
Hohes Suizidrisiko
Mehr als 80 Prozent aller depressiven Patienten denken an Selbstmord. Bei ihnen ist das Suizidrisiko um das 5- bis 15fache erhöht. Da Depressive durch subjektive und objektive Not in ihrer Sichtweise eingeschränkt sind, kann man nie von einem freien Entschluss zum Selbstmord sprechen. Sie müssen auf jeden Fall vor dem Suizid bewahrt werden. Ankündigungen sind ernst zu nehmen, plötzliche Abgeklärtheit ist verdächtig, ebenso wie das Verfassen eines Testaments und Ordnen der Papiere. Bei Partnerverlust und hohem Lebensalter steigt die Gefahr.
Therapie mit und ohne Medikamente
Neben der Pharmakotherapie kommen zur Behandlung auch Psychotherapie, Schlafentzug, Lichttherapie und Elektrokonvulsive Therapie in Frage. Oft erfolgt die Behandlung auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die Verordnung von Antidepressiva hat in Deutschland kontinuierlich zugenommen und sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dieser Praxis liegt die Annahme zugrunde, dass Depression durch ein Ungleichgewicht von Neurotransmittern im Gehirn entsteht. Antidepressiva sorgen dafür, dass Serotonin und Noradrenalin länger im Zentralen Nervensystem aktiv bleiben.
Nicht nur auf Chemie setzen
Die Wirkung der Medikamente setzt erst zwei bis drei Wochen nach Beginn der Medikation ein. Neben der Stimmungsaufhellung kommt es auch zu unerwünschten Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, sexuellen Funktionsstörungen, Appetitzunahme, Schwindel und Mundtrockenheit. Darum ist es wichtig den Einsatz der Medikamente genau abzuwägen, süchtig machen sie aber nicht. Auf jeden Fall sollten auch andere Therapieverfahren genutzt werden z.B. eine kognitive Verhaltenstherapie, die hilft Schuldgefühle und Suizidgedanken zu vermindern, neue Hoffnung und ein besseres Selbstwertgefühl aufzubauen. Vielen Menschen kann geholfen werden, darum gilt: Keine Angst vor der Diagnose “Depression”.
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